{"id":977,"date":"2023-05-17T16:16:04","date_gmt":"2023-05-17T14:16:04","guid":{"rendered":"https:\/\/inspeeratio.ch\/weiterdenken\/?p=977"},"modified":"2024-05-12T11:29:58","modified_gmt":"2024-05-12T09:29:58","slug":"nein-zur-umsetzungs-vorlage-fuer-die-oecd-mindeststeuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/inspeeratio.ch\/weiterdenken\/nein-zur-umsetzungs-vorlage-fuer-die-oecd-mindeststeuer\/","title":{"rendered":"Nein zur Umsetzungs-Vorlage f\u00fcr die OECD-Mindeststeuer!"},"content":{"rendered":"<p>Mehr Steuergerechtigkeit und eine bessere Verteilung des Reichtums sind sehr wichtige Anliegen, wenn es darum geht, allen Menschen ein w\u00fcrdiges Leben, gleiche Chancen und einem minimalen Wohlstand zu erm\u00f6glichen. Dies gilt sowohl global wie auch innerhalb unserer eigenen Gesellschaft. Die extremen Unterschiede in der Besteuerung von Unternehmen sind destruktiv und ein immer weiter eskalierender Steuerwettbewerb, sei es zwischen verschiedenen Staaten oder auch zwischen reicheren und finanziell weniger gut gebetteten Kantonen, versch\u00e4rft diese Problematik stetig. Es ist unbedingt notwendig, dem Einhalt zu gebieten!<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die OECD nun fordert, eine Mindeststeuer einzuf\u00fchren, dann handelt es sich dabei um eine dringliche Notwendigkeit. Dass es auf globaler Ebene dazu gekommen ist, bedeutet eine Chance, die wir unbedingt nutzen m\u00fcssen. Dies heisst aber auch, dass wir das Thema ernst nehmen und mit dem neuen Gesetz einen echten Wandel bewirken sollten. F\u00fcr die politischen Verh\u00e4ltnisse der Schweiz entsteht durch den internationalen Druck eine wichtige M\u00f6glichkeit, nicht nur &#8211; wie von der OECD gefordert &#8211; dem internationalen Steuerwettbewerb eine Grenze zu setzen, sondern uns gleichzeitig auch um die ebenfalls destruktive interkantonale Dynamik in diesem Bereich zu k\u00fcmmern.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der aktuellen Vorlage verpassen wir es nicht nur, die Gelder, welche eigentlich zu grossen Teilen den ausgebeuteten Menschen in Entwicklungsl\u00e4ndern zustehen w\u00fcrden, global fairer zu verteilen, sondern es geschieht auch hinsichtlich der Eind\u00e4mmung des kantonalen Steuerwettbewerbs das Gegenteil des W\u00fcnschenswerten: die reichen wirtschaftsnahen Kantone k\u00f6nnen ihre Steuern f\u00fcr Unternehmen weiter reduzieren (wovon alle Firmen, welche nicht zu den grossen von der Mindestbesteuerung betroffenen internationalen Konzernen geh\u00f6ren, profitieren w\u00fcrden), dadurch der Bev\u00f6lkerung und dem sozialen, dem Bildungs- und dem Gesundheitsbereich die n\u00f6tigen finanziellen Mittel entziehen und auf diese Weise die inneren Ungleichheiten versch\u00e4rfen, w\u00e4hrend und weil sie gleichzeitig haupts\u00e4chlich selbst von den Schweizer Mehreinnahmen durch die internationale Mindestbesteuerung profitieren w\u00fcrden. Und dies ohne Gefahr zu laufen, dass die Konzerne sich deswegen neue Standorte suchen w\u00fcrden. Denn diese m\u00fcssten ja dann \u00fcberall mindestens gleich viel Steuern bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb ist es unbedingt notwendig, die aktuelle Vorlage, welche am 18. Juni zur Abstimmung kommt, abzulehnen, die argumentative Chance durch das im ersten Moment f\u00fcr uninformierte Bev\u00f6lkerungsgruppen entstehende Befremden, weshalb nun links-gr\u00fcne Kreise eine Mindeststeuer ablehnen wollen, in Interesse und ein erh\u00f6htes Verst\u00e4ndnis der Thematik umzuwandeln, und dies dann im Kontext des sicher weiterbestehenden Drucks durch die OECD f\u00fcr eine bessere gesetzliche Regelung zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-extra-small-font-size\">\u00a9 Barbara Schumacher, inspeeratio.ch<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr Steuergerechtigkeit und eine bessere Verteilung des Reichtums sind sehr wichtige Anliegen, wenn es darum geht, allen Menschen ein w\u00fcrdiges Leben, gleiche Chancen und einem minimalen Wohlstand zu erm\u00f6glichen. Dies gilt sowohl global wie auch innerhalb unserer eigenen Gesellschaft. 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