{"id":1014,"date":"2023-05-19T06:34:52","date_gmt":"2023-05-19T04:34:52","guid":{"rendered":"https:\/\/inspeeratio.ch\/weiterdenken\/?p=1014"},"modified":"2024-05-12T11:40:05","modified_gmt":"2024-05-12T09:40:05","slug":"ein-gutes-leben-macht-sinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/inspeeratio.ch\/weiterdenken\/ein-gutes-leben-macht-sinn\/","title":{"rendered":"Ein gutes Leben macht Sinn!"},"content":{"rendered":"<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-twentytwentyone-border\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/inspeeratio.ch\/weiterdenken\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_20200412_084541-Kopie-1024x512.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1019\" srcset=\"https:\/\/inspeeratio.ch\/weiterdenken\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_20200412_084541-Kopie-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/inspeeratio.ch\/weiterdenken\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_20200412_084541-Kopie-300x150.jpg 300w, https:\/\/inspeeratio.ch\/weiterdenken\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_20200412_084541-Kopie-768x384.jpg 768w, https:\/\/inspeeratio.ch\/weiterdenken\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_20200412_084541-Kopie-1536x768.jpg 1536w, https:\/\/inspeeratio.ch\/weiterdenken\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_20200412_084541-Kopie-2048x1024.jpg 2048w, https:\/\/inspeeratio.ch\/weiterdenken\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/IMG_20200412_084541-Kopie-1568x784.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Was es braucht, um das Dasein als erf\u00fcllt zu erleben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Dieser Artikel wurde in einer \u00fcberarbeiteten Fassung publiziert: Schumacher B. (2022). Ein gutes Leben macht Sinn. Was es braucht, um das Dasein als erf\u00fcllt zu erleben. Psychiatrische Pflege 7 (1) 1-5. Er kann hier bezogen werden: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1024\/2297-6965\/a000407\">https:\/\/doi.org\/10.1024\/2297-6965\/a000407<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer keinen Sinn im Leben sieht, hat ein Problem, das es ernst zu nehmen gilt. Sinnfragen besch\u00e4ftigen fast alle ab und zu und sind ein im weiteren Sinn spirituelles Thema. Allerdings k\u00f6nnen sie sich in psychischen Krisen noch versch\u00e4rfen. Dieser Beitrag soll ausgehend von philosophischen und psychologischen Erkenntnissen dazu ermuntern, \u00fcber das Sinnhafte im Leben nachzudenken und dies auch f\u00fcr die psychiatrische Arbeit mit Betroffenen zu nutzen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Philosophische Sichtweisen<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Was ist das sinnloseste Leben, das man sich vorstellen kann? Susan Wolf (in Fehige et al., 2004) sieht ein Sinnbild daf\u00fcr in einem Menschen, den sie Blubb nennt. Blubb sitzt tagein, tagaus vor dem Fernseher, trinkt Bier und schaut sich eine Seifenoper nach der anderen an. Sein Leben ist eine v\u00f6llig passive, nichts vollbringende Existenz. Um Sinn zu empfinden, m\u00fcssen wir uns aktiv und (zumindest teilweise) erfolgreich f\u00fcr etwas engagieren, das auch im Nachhinein einen positiven Wert f\u00fcr uns beibeh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Albert Camus (in Fehige et al., 2004), dessen Werk dem Existenzialismus zugerechnet wird, besch\u00e4ftigte sich mit einem antiken Mythos. Sisyphos wurde von den G\u00f6ttern dazu verurteilt, unabl\u00e4ssig einen schweren Felsbrocken auf einen Berg hinauf zu w\u00e4lzen, nur damit dieser dann jedes Mal wieder hinunterrollte. Camus sah darin ein Symbol f\u00fcr das Absurde in jedem Leben. Wir m\u00fchen uns ab, nur um zu \u00fcberleben und irgendwann zu sterben. Doch wir k\u00f6nnen dieses Schicksal bezwingen, gerade indem uns diese Absurdit\u00e4t bewusst ist und wir das Leben trotzdem bejahen. Wir sind unserem Schicksal \u00fcberlegen, wenn wir es mittels Verachtung \u00fcberwinden. Indem Camus ein derart negativ konnotiertes Wort verwendete, wollte er vielleicht verdeutlichen, dass es keinen Zweck hat, sich an dem zu zerreiben, was wir nicht \u00e4ndern k\u00f6nnen. Stattdessen sollten wir uns innerlich davon distanzieren und uns ganz bewusst positiv ins Leben einbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Richard Taylor (in Fehige et al., 2004) ist der einzige objektive Witz allen Lebens, dass sein st\u00e4ndiger Kreislauf nie aufh\u00f6rt. Wir k\u00f6nnen nur subjektiv f\u00fcr unser Leben Interesse aufbringen. Nicht dass wir etwas tun, sondern dass wir es tun wollen, macht unser Leben sinnvoll, und dies aus unserem Innern heraus. Richard Hare (in Fehige et al., 2004) erg\u00e4nzt, dass das, was uns wichtig sei, sich in unseren Entscheidungen und in der M\u00fche zeige, die wir daf\u00fcr aufwenden. Eine Verunsicherung mit Sinnfragen werde durch die Schwierigkeit sichtbar, Priorit\u00e4ten zu setzen. Dass uns etwas ausreichend Sinn gibt, ist also keine objektive Eigenschaft dieser Sache oder T\u00e4tigkeit, sondern wir selbst empfinden es als wichtig, ohne dass wir daf\u00fcr eine Begr\u00fcndung brauchen. Um solche Werte zu finden, kann die Nachahmung anderer Menschen hilfreich sein, vor allem in unserer Jugend. Doch langfristig reicht das nicht aus, denn wir wollen, dass unser Leben f\u00fcr uns ganz pers\u00f6nlich Sinn macht. Dazu braucht es Erfahrungen und, um tiefere Werte zu erkennen, ist auch oft ein Ringen darum n\u00f6tig. Als Atheist, der die Welt rein rational erkl\u00e4rt, besch\u00e4ftigt es Thomas Nagel (in Fehige et al., 2004), dass der objektive Standpunkt, n\u00e4mlich dass ein Menschenleben zuf\u00e4llig und bedeutungslos sei, nicht mit dem in uns allen tief verankerten subjektiven Bed\u00fcrfnis nach Sinnhaftigkeit, vereinbar ist. Er entsch\u00e4rft dieses Problem damit, dass er mittels Moral, Demut und einer Haltung \u201enichtegozentrischer Achtung vor dem Besonderen\u201c ein gewisses Gleichgewicht zwischen beiden Perspektiven herstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht k\u00f6nnte man dem mehr Einsicht und Gewicht geben, indem man unseren Gef\u00fchlen nicht weniger Wert beim\u00e4sse als dem Denken und auch die Existenz von etwas H\u00f6herem in Betracht z\u00f6ge, wobei es sich dabei auch um wichtige Werte oder Liebe handeln k\u00f6nnte, wenn man nicht von Gott sprechen mag.<\/p>\n\n\n\n<p>Hierbei kommt Jeffrey Gordon (in Fehige et al., 2004), ebenfalls ein amerikanischer Philosoph, zu Hilfe. Damit das Leben einen Sinn haben k\u00f6nnte, m\u00fcsste die Welt seiner Ansicht nach verstehbar sein, was wir aber rein vernunftm\u00e4ssig nicht schaffen. Er schl\u00e4gt deshalb vor, die Welt nach dem Modell \u00e4sthetischer Koh\u00e4renz zu betrachten. Wenn wir die Welt \u2013 analog dazu, wie wir Kunstwerke anschauen \u2013 mit einem inneren Sinn f\u00fcr das Sch\u00f6ne betrachten, k\u00f6nnen wir in ihr und im Leben einen einheitlichen (\u00e4sthetischen) Zweck, eine wohlwollende Absicht sehen, die alles durchdringt. Wir k\u00f6nnen also den Sinn des Lebens nicht mit dem Kopf entdecken, aber ihn mit unserem Herzen erahnen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Viktor Frankl und die Logotherapie<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Der j\u00fcdische Arzt Viktor Frankl hat sich schon fr\u00fch mit dem Lebenssinn befasst. Dies half ihm, die schreckliche und extrem bedrohliche Situation zu \u00fcberleben, als er unter dem Nazi-Regime in ein Konzentrationslager kam. Er schrieb nach dem Krieg ein autobiographisches Buch und systematisierte sein Wissen \u00fcber Sinnfragen, indem er einen therapeutischen Ansatz, die Logotherapie, und sp\u00e4ter die Existenzanalyse entwickelte. So widmete er sein Lebenswerk dem Thema Sinn und gr\u00fcndete die als dritte Wiener Schule bezeichnete Richtung \u2013 neben der Psychoanalyse von Sigmund Freud und der Individualpsychologie von Alfred Adler. F\u00fcr Frankl (in Fehige et al., 2004) ist der Wille zum Sinn die entscheidende menschliche Triebfeder. Er glaubte, dass der Wille zur Lust, der f\u00fcr Freud zentral war, oder der Wille zur Macht, das vorrangige Motiv bei Adler, erst dann wichtig werden, wenn der Wille zum Sinn frustriert ist. Der Mensch lenkt sich davon ab, eine innere Leere zu sp\u00fcren, indem er sich mit Aktivit\u00e4ten besch\u00e4ftigt, die lustvoll sind oder seinen Drang nach Status und Macht befriedigen. Eine Sinnkrise stellt f\u00fcr Frankl nicht etwas psychisch Krankhaftes, sondern eine spirituelle Not und ein moralisches Problem dar. Sinn muss im Zusammenhang mit der menschlichen F\u00e4higkeit und dem Bed\u00fcrfnis zur Transzendenz gesehen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Frankl (2019) sieht drei M\u00f6glichkeiten, Sinn zu finden: 1<em>) durch Taten und Werke<\/em>, 2<em>) dadurch, etwas oder jemanden zu erleben resp. zu lieben<\/em> und <em>3) in sehr schwierigen (Grenz-) Situationen am Leiden zu wachsen oder dieses in etwas Gutes zu verwandeln<\/em>. Es geht also darum, etwas zu erschaffen, etwas Wertvolles zu erleben und zu bezeugen oder eine gute innere Haltung zu entwickeln und zu leben. Frankl war der Meinung, dass Sinn nicht gegeben oder erzeugt werden kann, sondern in jeder konkreten Situation gefunden werden muss. Dies geschieht allerdings vor dem Hintergrund der Einzigartigkeit der Person. Wir sollten uns also fragen, was die in der Situation liegende Aufgabe f\u00fcr uns als individuelle Menschen mit unseren spezifischen F\u00e4higkeiten und Erfahrungen sein k\u00f6nnte. Beim Erkennen dessen, was wir sinnhaft tun k\u00f6nnen, und bei der Entscheidung daf\u00fcr hilft uns das Gewissen, das wir st\u00e4ndig verfeinern sollten. Sinnfindung hat also auf diese Weise immer mit Verantwortungs\u00fcbernahme zu tun. Das ist oft nicht einfach. Das Sch\u00f6ne daran ist aber, dass durch den Willen zum Sinn auch die notwendige Kraft erw\u00e4chst.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Erkenntnisse aus der Positiven Psychologie<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Daniela Blickhan (2015) fasst verschiedene Studienergebnisse zusammen, welche sich mit dem Sinnerleben besch\u00e4ftigen. Es hat sich gezeigt, dass dieses individuell verschieden und breit gef\u00e4chert ist. Notwendig f\u00fcr das Erleben von Sinnhaftigkeit sind Kompetenz, Autonomie und Beziehung. Insgesamt gibt es neben der <em>Selbstakzeptanz<\/em> vier weitere zentrale Bereiche, aus denen sich Sinnerleben speist:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Leistung\/Arbeit<\/em> (sich einsetzen, vom Wert \u00fcberzeugt sein, Herausforderungen suchen, Gelingen)<\/li>\n\n\n\n<li><em>Beziehungen und N\u00e4he<\/em> (gute Beziehungen erleben, anderen vertrauen, sich hilfsbereit verhalten, Fairness und Respekt, Aufbau einer exklusiven Beziehung, Entscheid f\u00fcr eine Familie)<\/li>\n\n\n\n<li><em>Religion und Spiritualit\u00e4t<\/em> (Beziehung mit Gott\/etwas H\u00f6herem erleben, an ein Leben nach dem Tod glauben, einen Beitrag zu einer Glaubensgemeinschaft leisten)<\/li>\n\n\n\n<li><em>Selbsttranszendenz und Generativit\u00e4t<\/em> (im Handeln die eigenen Interessen (auch) transzendieren, einen Beitrag f\u00fcr die Gesellschaft leisten, ein Verm\u00e4chtnis hinterlassen).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Recovery und Sinn<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Der Zusammenhang von individuellen Recovery-Wegen mit dem Lebenssinn ist offensichtlich. Recovery f\u00fchrt hin zu mehr Selbstakzeptanz und Eigenst\u00e4ndigkeit sowie zu einer als stimmig empfundenen M\u00f6glichkeit, sich in die Gesellschaft einzubringen. Die Betroffenen sind also einerseits unterwegs zu einem sinnerf\u00fcllteren Leben, andererseits ist der Recovery-Prozess selbst sinnhaft, indem sowohl Leiden \u00fcberwunden und transformiert wird, als auch indem er zu pers\u00f6nlichem Wachstum f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Peers kennen solche Zusammenh\u00e4nge aus eigener Erfahrung und haben sie in ihrer Ausbildung reflektiert. Beispielsweise verstehen sie die Bedeutung der Bem\u00fchungen, psychotische Erfahrungen im Kontext von Biographie und eigenen Verhaltensmustern zu sehen, sodass aus ihnen heraus ein vorw\u00e4rts f\u00fchrender Prozess entstehen kann, statt eine solche Entwicklung durch zu hohe Medikamentendosen zu blockieren. Sie haben vielleicht selbst erlebt, dass es wichtig sein kann, an einen Sinn zu glauben, weil dadurch mehr Vertrauen ins Leben m\u00f6glich und deswegen der Kopf freier wird, zu verstehen, was geschieht und es zu bew\u00e4ltigen. Auch haben sie gelernt, wie wichtig es ist, selbst Verantwortung zu \u00fcbernehmen, aus der Opferrolle herauszufinden und ihr eigenes Leben \u2013 welches durchaus ausserhalb des \u00dcblichen sein kann \u2013 selbst in die Hand zu nehmen. Sie wissen, dass es schwierig ist, nicht mit der Sinnfrage zu hadern, wenn man im Alltag keine subjektiv als bedeutsam erlebten T\u00e4tigkeiten aus\u00fcbt, oder sich auf etwas festzulegen, wenn man sich selbst entweder noch zu wenig kennt oder sich unbewusst als verkehrt oder in st\u00e4ndiger Kritik von aussen erlebt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Begleitung von Betroffenen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wer andere in Sinnfragen unterst\u00fctzt, sollte vermitteln, dass es dabei kein richtig und kein falsch gibt, sondern dass alle nach pers\u00f6nlich stimmigen Entscheiden suchen, diese dann aber auch f\u00e4llen sollten, ohne sie st\u00e4ndig wieder anzuzweifeln, auch damit die n\u00f6tige Kompetenz wachsen kann. Um Sinnerf\u00fcllung zu erleben, ist es wichtig, aktiv und anpackend t\u00e4tig zu sein. In welcher Form dies geschieht, sollte dem Einzelnen entsprechen: f\u00fcr manche sind konkrete Erzeugnisse der Arbeit wichtig, andere brauchen eher einen direkten Bezug zu Menschen, das Gef\u00fchl einer inneren Entwicklung oder dass sie kognitiv oder kreativ gefordert werden. Gleichzeitig ist es gut, zu merken, dass man selbst nicht weniger wertvoll ist als alle anderen und dass es deshalb auch Sinn macht, sich f\u00fcr das eigene Wohlergehen einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Fachpersonen k\u00f6nnen die Selbstakzeptanz der Betroffenen f\u00f6rdern und sie dazu ermutigen, einen subjektiv als wertvoll empfundenen Beitrag f\u00fcr andere zu leisten, Beziehungen und Freundschaften einzugehen und sie zu vertiefen, Erf\u00fcllendes zu erleben, etwas Bedeutsames auszudr\u00fccken oder eine pers\u00f6nlich tragf\u00e4hige Spiritualit\u00e4t zu entwickeln, indem die Verbindung zu etwas H\u00f6herem gepflegt oder auch Werte reflektiert werden und man sich an ihnen ausrichtet. Dabei ist ein individuell stimmiges Gleichgewicht anzustreben.<\/p>\n\n\n\n<p>Blosse Tagesstruktur oder Ablenkung von den Schwierigkeiten ist langfristig nicht empfehlenswert, sondern es ist wichtig, an die F\u00e4higkeiten der Betroffenen und an ihr inneres Gesp\u00fcr zu glauben und ihnen Mut zu machen. Denn ein Leben als Blubb kann nicht erf\u00fcllend sein. Vielleicht ist es f\u00fcr die meisten am Ende auch weniger schlimm, zeitweise an Krisen zu leiden, als das eigene Leben als unn\u00fctz zu empfinden? Und wie Frankl zeigte, kann es schon tiefen Sinn machen, aufrecht durch Leiden hindurchzugehen. Auf jeden Fall aber ist es schwierig, Sinn zu erleben, wenn man meint, nicht sich selbst sein zu d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Literatur<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Blickhan, D. (2015). Positive Psychologie. Ein Handbuch f\u00fcr die Praxis. Junfermann<\/p>\n\n\n\n<p>Fehige, Ch., Meggle, G. &amp; Wessels, U. (Hrsg.) (2004). Der Sinn des Lebens. dtv<\/p>\n\n\n\n<p>Frankl, V. (2019). Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn. Piper<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die hier verwendete Artikelfassung entspricht nicht vollst\u00e4ndig dem in der Zeitschrift Psychiatrische Pflege ver\u00f6ffentlichten Artikel unter <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1024\/2297-6965\/a000407\">https:\/\/doi.org\/10.1024\/2297-6965\/a000407<\/a>. Dies ist nicht die Originalversion des Artikels und kann deshalb nicht zur Zitierung herangezogen werden. Bitte verbreiten oder zitieren Sie diesen Artikel nicht ohne die Zustimmung der Autorin.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-extra-small-font-size\">\u00a9 Barbara Schumacher, inspeeratio.ch<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was es braucht, um das Dasein als erf\u00fcllt zu erleben Dieser Artikel wurde in einer \u00fcberarbeiteten Fassung publiziert: Schumacher B. (2022). Ein gutes Leben macht Sinn. 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